Ein No Future Budget der Stadt Winterthur 2026
24. September 2025 – Das Budget 2026 der Stadt Winterthur weist nur auf den ersten Blick ein positives Resultat aus. Die vertiefte Betrachtung offenbart aber einen Verlust im zweistelligen Millionenbereich (26,5 Mio. CHF). Dieser hohe Verlust vor Aufwertung von Liegenschaften zeigt die Perspektivlosigkeit des links-grün dominierten Stadtrates und lässt keine hoffnungsvolle finanzielle Zukunft erwarten.
Das Budget 2026 weist einen «Scheingewinn» von Franken 113.8 Mio. aus. Dahinter stehen Aufwertungen der unbebauten Grundstücke von rund 140 Mio. Franken. Dieser Gewinn ist eine reine buchhalterische Massnahme ohne Einfluss auf die Liquidität. Auch bei der Stadt Winterthur gilt nur «Bares ist Wahres». Würde das Budget einen echten Gewinn ausweisen, dann hätten wir eine Steuersenkung verlangt. Jetzt braucht es aber gemeinsame Anstrengungen, um den grossen Verlust aus betrieblicher Tätigkeit vor Liegenschaftsaufwertungen einzugrenzen.
Ein wichtiger Grund für das Defizit ist ein ungebremstes Wachstum bei den Personal- und Sachkosten. Trotz stagnierender Bevölkerungszahl seit über sechs Monaten redet der Stadtrat noch immer von der wachsenden Stadt und plant mit 75 neuen Stellen ein grosses Stellenwachstum und erhöht den Personalaufwand gegenüber dem Budget 2025 um 4,3%. Dieses Stellenwachstum kann Die Mitte/EDU-Fraktion so nicht nachvollziehen. Dass die Dienstleistungen und Honorare als Reaktion auf die Kürzung von 7 Mio. Franken im letzten Budgetprozess jetzt 2026 um insgesamt 15.1 Mio. Franken zunehmen, ist eine klare Missachtung des Willens des Parlaments, welches das ungebremste Ausgabenwachstum stoppen wollte.
Die Planung für die kommenden Jahren geht von weiteren Ausgabensteigerungen aus und im FAB werden Verluste zwischen 40 – 64 Millionen Franken prognostiziert. Da gilt es jetzt die richtigen Weichen zu stellen, damit wir nicht schon nach den Wahlen im Budget 2027 mit Steuererhöhungen konfrontiert werden.
Dass der Stadtrat einfach auf mehr Geld vom Kanton hofft, zeigt, wie wenig ernst er die finanzielle Situation der Stadt Winterthur nimmt. Das Prinzip Hoffnung reicht nicht. Die Priorisierung von Ausgaben und Investitionen nach den Zielen des Stadtrates entspricht leider nicht immer den Bedürfnissen der Bevölkerung, so zuletzt bei der Frauenfelderstrasse erlebt und wir sind gespannt auf den Ausgang der Abstimmungen zum Veloparkhaus Paulstrasse und dem Campingplatz.
Wir von der Mitte/EDU Fraktion wollen ein Budget und eine Finanzplanung der Zukunft, welches die Lebensqualität unserer Stadt gewährleistet aber nicht wegen falschen Prioritäten und einem überrissenen Anspruchsdenken ins finanzielle Desaster führt.
